Was zeigt das Comparis Hypotheken-Barometer Q1 2026?

Das aktuelle Hypotheken-Barometer von Comparis für das erste Quartal 2026 liefert klare Zahlen:

„Damit die Richtzinsen spürbar sinken, müsste sich die Schweizer Wirtschaft nochmals deutlich abkühlen. Danach sieht es derzeit nicht aus."

Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert, Zinsprognose 2026

Warum steigen die Zinsen trotz SNB-Nullzins?

Die Antwort liegt nicht in der Schweiz, sondern im Nahen Osten: Geopolitische Spannungen haben die Energiepreise in die Höhe getrieben. Das erhöhte an den globalen Kapitalmärkten die Inflationserwartungen.

Die Rendite für 10-jährige Schweizer Bundesobligationen — die zentrale Referenzgrösse für Festhypotheken — stieg von 0,23 % Ende Februar auf 0,40 % Ende März 2026. Da sich Festhypotheken an diesen Kapitalmarktzinsen orientieren, schlägt sich das direkt in den Angeboten der Banken nieder.

Wichtig zu verstehen

Festhypotheken folgen den Kapitalmarktzinsen (Swap-Sätzen) — nicht dem SNB-Leitzins. Deshalb können Festhypotheken teurer werden, auch wenn die SNB nichts ändert.

Richtsatz vs. echter Zinssatz: Der Unterschied von bis zu CHF 31'500

Das Comparis-Barometer macht auf einen entscheidenden Punkt aufmerksam: den Unterschied zwischen Richtsatz und tatsächlichem Zinssatz.

HypothekentypRichtsatz (Ø)Top-ZinssatzErsparnis über Laufzeit
10 Jahre fest1,81 %1,39 %CHF 31'500
5 Jahre fest1,56 %~1,10 %~CHF 17'000

Basis: Hypothekarsumme CHF 750'000 | Quelle: Comparis Hypobarometer Q1 2026

Wer blind zum erstbesten Anbieter geht, zahlt über eine 10-jährige Laufzeit im schlimmsten Fall über CHF 30'000 zu viel. Der Vergleich lohnt sich — und dauert keine 30 Minuten.

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SARON oder Festhypothek – was passt 2026 besser?

Das Comparis-Barometer zeigt: Immer mehr Käufer greifen aktuell zu 8- oder 9-jährigen Festhypotheken statt zur klassischen 10-jährigen. Der Grund: Planungssicherheit ohne den etwas höheren Zins der 10-Jahres-Laufzeit.

Warum das Barometer für Käufer in Basel, Aarau und Solothurn besonders relevant ist

Wer in unserer Region kauft, bewegt sich in einem einzigartigen Marktumfeld: Die Preise sind deutlich günstiger als in Zürich oder Zug, das S-Bahn-Netz verbindet die Region gut. Gleichzeitig steigen die Immobilienpreise auch hier moderat weiter.

Das bedeutet: Wer zu lange wartet, zahlt sowohl mehr für die Immobilie als auch mehr für die Hypothek.

Häufige Fragen zum Hypobarometer 2026

Was ist das Comparis Hypotheken-Barometer?

Eine vierteljährliche Marktanalyse von Comparis, die Richtsätze und tatsächlich verhandelte Zinsen für Schweizer Hypotheken auswertet und vergleicht.

Warum ist der Top-Zinssatz viel tiefer als der Richtsatz?

Banken publizieren Richtsätze als Ausgangspunkt. Wer mehrere Anbieter vergleicht oder einen unabhängigen Vermittler einsetzt, erhält deutlich bessere Konditionen — oft 0,3–0,5 % tiefer.

Wann erscheint das nächste Comparis-Barometer?

Das nächste Barometer erscheint im Juli 2026 für das zweite Quartal. Wir werden es direkt nach Erscheinen kommentieren.

Lohnt sich der Hypothekenvergleich wirklich?

Bei CHF 750'000 Hypothek und 0,42 % Zinsunterschied (wie im aktuellen Barometer) sind das bis zu CHF 16'500 Ø Ersparnis auf 10 Jahre — für ein einziges Beratungsgespräch.

→ SARON oder Festhypothek? → Eigenmietwert Abschaffung 2029 → Zum Tragbarkeitsrechner
Quellen: Comparis Hypobarometer Q1 2026 | Comparis Zinsprognose 2026 | LUKB Zinsentwicklung April 2026 | BEKB Zinsprognose | UBS Hypothekarzinsen | Watson: Immobilienpreise Schweiz 2026
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026