Zinsen · Marktanalyse

Festhypotheken 2026: Zinsen steigen — jetzt sichern oder warten?

🕑 7 Minuten Lesezeit · 📅 April 2026 · 🌎 Schweiz
Der SNB-Leitzins verharrt bei 0 % — doch die Zinsen für 10-jährige Festhypotheken sind im März 2026 gestiegen. Expertinnen prognostizieren für die nächsten 12 Monate einen weiteren moderaten Anstieg. Wer jetzt kauft oder verlängert, muss schnell entscheiden: Festzins sichern oder auf tiefere Zinsen warten?

Was ist im März 2026 passiert?

Am 19. März 2026 hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihren Leitzins erneut bei 0,0 Prozent belassen — zum dritten Mal in Folge. Eigentlich eine gute Nachricht für Hypothekarnehmer. Doch der Teufel steckt im Detail: Während der SNB-Leitzins stabil blieb, stiegen die Renditen Schweizer Staatsanleihen zu Monatsbeginn deutlich an. Und weil Festhypotheken nicht am Leitzins, sondern an den Kapitalmarktrenditen hängen, sind die Zinsen für Festhypotheken trotzdem teurer geworden.

Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hält in ihrer Zinsprognose vom 20. März 2026 fest: Der 10-Jahres-Swap steht aktuell bei 0,61 % und soll in 12 Monaten auf 0,80 % steigen. Das klingt nach wenig — für eine Hypothek von CHF 800’000 bedeutet das jedoch jährliche Mehrkosten von über CHF 1’500.

⚠ Aktueller Markthinweis

Wer eine Festhypothek verlängern oder neu abschliessen möchte, sollte den Zeitpunkt nicht dem Zufall überlassen. Das aktuelle Zinsniveau ist historisch tief — aber die Richtung zeigt nach oben. Lassen Sie sich kostenlos beraten, bevor die Konditionen weiter steigen.

Aktuelle Richtzinsen für Festhypotheken (April 2026)

Die folgenden Werte basieren auf unseren täglich aktualisierten Marktbeobachtungen und repräsentieren die besten verfügbaren Konditionen — nicht die Listenpreise der Banken, die teils 0,3–0,5 % höher liegen:

LaufzeitBester Zins (April 2026)Prognose +12 MonateTendenz
SARON0.70 – 1.00 %0.70 – 1.00 %→ stabil
2 Jahre fest1.25 %1.30 – 1.45 %↑ leicht steigend
5 Jahre fest1.50 %1.60 – 1.80 %↑ steigend
10 Jahre fest1.85 %2.00 – 2.20 %↑ steigend
15 Jahre fest2.05 %2.20 – 2.40 %↑ steigend

Was bedeutet das konkret?

Bei einer Hypothek von CHF 800’000 und einer 10-jährigen Festhypothek zahlen Sie heute jährlich CHF 14’800 Zinsen. Steigt der Zins auf 2,10 %, sind es CHF 16’800 — das sind CHF 2’000 mehr pro Jahr, bzw. CHF 20’000 mehr über die gesamte Laufzeit.

Warum steigen die Zinsen — obwohl die SNB stillhält?

Das ist die Frage, die viele Hauskäufer in Basel, Aarau und Solothurn derzeit beschäftigt. Die Antwort liegt in der Zweistufigkeit des Schweizer Hypothekenmarkts:

Im März 2026 haben globale Unsicherheiten — darunter neue US-Handelsabkommen und erhöhte Energiepreise im Nahen Osten — die Kapitalmarktrenditen weltweit angetrieben. Die Schweiz ist davon nicht abgekoppelt.

«Die SNB hat ihren Zinssenkungszyklus abgeschlossen. Das Zinsniveau befindet sich auf einem tiefen Niveau — aber die Renditen von Staatsanleihen und damit die Festhypotheken könnten in den kommenden Quartalen moderat ansteigen.» — UBS Zinsprognose, Stand März 2026

Rechenbeispiel: Was bedeutet der Zinsanstieg für eine Hypothek in Basel?

In Basel kostet ein durchschnittliches Einfamilienhaus im April 2026 rund CHF 1’609’000 (Median laut RealAdvisor). Bei 20 % Eigenkapital ergibt sich eine Hypothek von CHF 1’287’000.

SzenarioZinsMonatliche ZinslastJahreskostenMehrkosten p.a.
Heute abschliessen1.85 %CHF 1’981CHF 23’770
In 6 Monaten (Prognose)2.00 %CHF 2’145CHF 25’740+ CHF 1’970
In 12 Monaten (Prognose)2.15 %CHF 2’306CHF 27’670+ CHF 3’900

Wer heute eine 10-jährige Festhypothek von CHF 1,3 Mio. abschliesst und wartet 12 Monate, riskiert auf der gesamten Laufzeit eine Mehrbelastung von rund CHF 39’000.

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Festhypothek vs. SARON: Was lohnt sich April 2026?

Die häufigste Frage unserer Kunden in Basel, Binningen, Aarau und Solothurn lautet: «Soll ich jetzt eine Festhypothek nehmen oder beim SARON bleiben?»

Für wen die Festhypothek jetzt Sinn ergibt

Für wen der SARON besser ist

Die Mix-Strategie: Das Beste aus beiden Welten

Für viele unserer Kunden empfehlen wir eine 50/50-Aufteilung: Die Hälfte der Hypothek als 10-jährige Festhypothek, die andere Hälfte als SARON. So ist die Hälfte der monatlichen Belastung fix, die andere Hälfte profitiert von einem möglichen Zinsabstieg — oder ist überschaubar begrenzt, wenn die Zinsen steigen.

Praxisbeispiel Mix-Strategie Basel

Hypothek CHF 1’200’000 → CHF 600’000 als 10-jährige Festhypothek @ 1,85 % (CHF 925/Mt.) + CHF 600’000 als SARON @ ~0,85 % (CHF 425/Mt.). Gesamtlast: CHF 1’350/Mt. Zinskosten. Bei reiner Festhypothek wären es CHF 1’850/Mt. Ersparnis aktuell: CHF 500/Mt.

Tipps: So sichern Sie sich jetzt die besten Konditionen

  1. Mehrere Anbieter vergleichen: Zwischen der günstigsten und teuersten Bank liegt aktuell bis zu 0,5 % Zinsunterschied. Bei CHF 800’000 sind das über 10 Jahre CHF 40’000.
  2. Frühzeitig verhandeln: Sie können eine Festhypothek bis zu 2 Jahre vor Ablauf verlockend abschliessen (Forward-Hypothek). Das kostet eine kleine Prämie, sichert aber das heutige tiefe Zinsniveau.
  3. Laufzeit strategisch wählen: 10 Jahre bietet heute noch eine gute Balance. 15 Jahre bindet lang — wenn die Zinsen in 3 Jahren sinken, sitzen Sie in einem teuren Vertrag.
  4. Unabhängige Beratung nutzen: Ihre Hausbank bietet nicht automatisch den besten Zins. Unabhängige Berater vergleichen für Sie 40+ Anbieter.

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Häufige Fragen (FAQ)

Werden die Hypothekenzinsen 2026 noch weiter steigen?

Die Mehrheitsmeinung unter Schweizer Banken-Ökonomen lautet: leicht steigend, aber keine dramatische Erhöhung. Die SNB wird den Leitzins voraussichtlich bis Ende 2026 bei 0 % belassen. Die Festhypotheken können trotzdem steigen, wenn die globalen Kapitalmarktrenditen zulegen. Wer auf Nummer sicher geht, sichert sich heute noch den aktuellen Zins.

Wie lange soll meine Festhypothek laufen?

Bei der aktuellen Zinskurve — flach bis leicht aufsteigend — bieten 5-jährige und 10-jährige Laufzeiten das beste Preis-Sicherheits-Verhältnis. 15 Jahre bietet maximale Sicherheit, ist aber spürbar teurer und bindet Sie sehr lange.

Kann ich meine laufende Festhypothek jetzt kündigen?

Eine vorzeitige Kündigung einer Festhypothek ist möglich, aber mit einer Vorfallentschädigung (Marktausgleich) verbunden, die teuer sein kann. Sprechen Sie mit uns — manchmal lohnt sich ein Wechsel trotzdem, zum Beispiel bei einem Immobilienverkauf oder einer grossen Zinsänderung.